Kleine Garnkunde

Kleine Garnkunde

 

Alpaka
Alpakawolle gehört ebenfalls zu den tierischen Fasern. Versponnen werden hier die feinen Haare des Alpakas, einer Kamelart, die aus den südamerikanischen Anden stammt. Alpakawolle ist sehr fein, weich und hat ein sehr gutes Isoliervermögen. Alpakawolle wird auch das „Vlies der Götter“ genannt und ist eines der hochwertigsten Naturgarne. Sie sollte mit der Hand gewaschen werden.

Baumwolle
Baumwolle gehört zu den pflanzlichen Fasern. Die Baumwollpflanze ist ein strauchartiges Gewächs, verwendet werden die Samenhaare der reifen Samenkapsel. Diese Samenhaare werden dann zu Baumwolle versponnen. Der gesponnene Faden kann dann durch verschiedene Prozesse, wie Mercerisation oder Gasieren veredelt werden. Das wichtigste Qualitätsmerkmal für Baumwolle ist die Faserlänge der versponnenen Fasern, aber auch die Art des Anbaus, z. B. konventioneller oder ökologischer Anbau und die Art der Weiterverarbeitung. Baumwolle hat sehr angenehme Trageeigenschaften, kann z. B. viel Feuchtigkeit aufnehmen, kühlt, ist hautfreundlich und kratzt nicht.

Kaschmir
Bei Kaschmir werden die feinen Haare der Kaschmirziege versponnen. Beim Fellwechsel im Frühjahr werden die wertvollen Unterhaare per Hand ausgelesen. Kaschmirwolle ist die kostbarste und edelste Wolle. Sie hat einen seidigen Glanz, ist fein und weich im Griff.

Mohair
Mohair gehört auch zu den tierischen Fasern. Versponnen werden hier die feinen Haare der Mohairziege. Mohair wird meist mit anderen synthetischen Fasern oder Naturfasern gemischt. Die Fasern sind sehr leicht, weich, flauschig und haben einen seidigen Glanz.

Polyacryl
Polyacryl gehört zu den synthetischen Fasern, die durch chemische Prozesse gewonnen werden. Polyacryl (auch bekannt unter dem Namen „Dralon“) ist die am meisten verwendete Chemiefaser. Polyacryl findet alleine oder in Mischungen mit Baumwolle oder Schurwolle Verwendung. Es hat einen wollartigen Charakter, ist weich, wärmend und besonders pflegeleicht.

Polyamid
Polyamid (auch bekannt unter dem Namen „Nylon“) ist auch eine synthetische Faser. Polyamidfasern haben eine hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit und werden daher oft zur Verstärkung der Schurwolle bei Sockengarnen beigemischt. Polyamid ist glatter und glänzender wie Polyacryl.

Polyester
Polyester ist eine synthetische Faser, die der Polyamid-Faser ähnelt. Es ist sehr pflegeleicht und hat eine hohe Strapazierfähigkeit und Formbeständigkeit.

Schurwolle
Schurwolle gehört zu den tierischen Fasern. Die feinen Haare des Schafs werden versponnen. Zur Wollgewinnung werden die Tiere ein bis zwei mal im Jahr geschoren. Qualitätsmerkmal für Schurwolle ist die Feinheit und die Stärke der Kräuselung der versponnenen Faser. Je feiner die Fasern sind desto weicher ist die Wolle (z. B. Merinowolle). Die Faserfeinheit und Kräuselung ist abhängig von der Schafrasse und den klimatischen Bedingungen. Schurwolle ist wärmeisolierend und kann Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich nass anzufühlen. Durch ein spezielles Verfahren kann die Schurwolle „superwash“ ausgerüstet werden und ist somit maschinenwaschbar.